Ich wär gern dabei gewesen!

Ich wär gern dabei gewesen!

eingetragen in: Demo, Ötztal, WET | 48

… oder: was mich dazu bewogen hat, letzten Samstag bei 7 Grad, Regen und Sturm an einer Baustelle zu verbringen.

Wenn du gern an unserem Ötztal Protest für eine frei fließende Ötztaler Ache am 03. Oktober 2020 teilgenommen hättest, aber wegen COVID-19 nicht nach Tirol kommen konntest, dann schreib uns hier, warum dir die Ötztaler Ache wichtig ist!

Schreib zum Beispiel:
Warum du denkst, dass wir die Ötz schützen sollten.
Wenn du Kajakfahrer/in bist: welchen Flussabschnitt du am liebsten paddelst.
Was du am Ötztal magst.
Was die Ötztaler Ache für Kajakfahrer so besonders macht.
Falls du gern Wellerbrücke paddelst: was ist das besondere an gerade dieser Strecke?
Deine Meinung zum Kraftwerk Tumpen-Habichen und den weiteren Ausbauplänen im Ötztal.

Die Ötztaler Ache ist für viele, die jenseits der Tiroler Grenze wohnen, ein großes Anliegen. Wenn ihr eh am Protest teilgenommen habt, seid ihr natürlich herzlich eingeladen hier auch noch einmal zu äußern, was euch dazu bewogen hat, bei Sturm und Regen an der Demo teilzunehmen.

Bitte nutzt einfach die Kommentarfunktion hier unter dem Beitrag! Wir werden die Kommentare sammeln und an den Tourismusverband weitergeben.

Und noch was: nach Geld fragen liegt uns nicht, aber wir geben gerade und nun schon seit Monaten Vollgas für die Ötztaler Ache - und für manche Dinge braucht man eben Geld. Wenn ihr uns unterstützen wollt, freuen wir uns also immer über kleine Spenden. Wenn ihr am letzten Wochenende nicht ins Ötztal fahren konntet, könntet ihr zum Beispiel euer eingespartes Benzingeld spenden. Das geht hier.

48 Antworten

  1. Barbara Herzog
    | Antworten

    Laßt die Ötz frei fließen, würden Menschen ein wenig „Verzicht“ üben, brauchen wir weniger Energie und können auch mehr Flüsse renaturieren .

  2. Dennis Messemer
    | Antworten

    Ich war am Samstag im Ötztal, weil mit dem Kraftwerk nicht nur einer der schönsten wildwasser Strecken der alpen zerstört wird. Vor Allem die Art und Weise wie alle bedenken mit „öffentlichem Interesse“ in den Wind geschlagen werden bringt mich auf die Palme. Die Anwohner fürchten Hochwasser durch Verstopfung des Staudamms nach Murenabgängen und eine Destabilisierung des gesamten Bodens. Aber hey, wir brauchen das Kraftwerk für öffentliches Interesse. Die Ötztaler Ache ist der größte noch frei fließende wildfluss tirol und nach Umweltgutachten erhaltenswert. Aber hey, wir brauchen das Lraftwerk wegen öffentlichen Interesse…..
    Nicht paddelnde Freunde tun den Protest dagegen ab, weil ich halt einfach mrin Hobby weiter machen möchte, wenn ich dann die genannten Argumente dagegen anbringen Schütteln auch sie meisten mit dem Kopf. Es gibt so viele Gründe, die gegen eine Zerstörung des Ötztals aus „öffentlichem Interesse“ sprechen.

    • Julian Schäfer
      | Antworten

      Nur weil vielleicht nach langer Zeit einmal fast „CO2-neutrale“ Energie produziert wird, heisst dies noch lange nicht, dass diese Energie auch grün ist.
      Es ist eine Schande einen solch imposanten Ort mit internationaler Ausstrahlung wegen ein wenig Energie zu zerstören.
      Baut ein paar Windräder, in föhnigen Tälern sollen die recht effizient sein, habe ich gehört.

  3. Jörg Kölling
    | Antworten

    Hallo, ich wäre gerne dabei gewesen allerdings waren wir die Anreise aus Hannover für ein kurzes Wochenende doch leider zu weit.
    Am Oetztal liebe ich, dass es ein wunderschönes Tal ist, was gut erreichbar ist, und wo man sehr gut Wildwasser in fast allen Schwierigkeitsgraden fahren kann. mein Liebster Fluss Abschnitt ist die untere Oetz im Herbst, wenn der Wasserstand immer noch recht gut ist, nicht zu viel nicht zu wenig, die Bäume sich wunderschön rot färben und die Temperaturen tagsüber noch angenehm sind.
    Liebe Leute, die ihr nicht soweit weg wohnt vom Oetztal: lasst euch nicht unterkriegen und macht weiter mit eurem Protest.
    Jörg

  4. Markus Vögele
    | Antworten

    Wir sollten die Ötz schützen, da sie einer der letzten Bäche in den Alpen ist, die noch einen natürlichen, sehr beeindruckenden Wasserstand aufweist, mit einer im Sommer einzigartigen Pegelkurve.
    So steigt im Sommer der Pegel der Ötz nur durch das Schmelzwasser verursacht, in kürzester Zeit um einen halben Meter an.
    Dies ist, finde ich, ein Naturschauspiel und ein Erbe, dass es unbedingt zu bewahren gilt!
    Man hätte zum Beispiel entlang der Achstürze einen beeindruckenden Erlebnispfad, ähnlich wie den an der Wellerbrücke schaffen können, um dieses gewaltige Naturschauspiel der Öffentlichkeit und auch den Touristen zugänglich zu machen.
    Mit einer kläglichen Restwassermenge wird dies allerdings uninteressant, oder gar peinlich.
    Persönlich lernte ich die Ötz vor 37 Jahren als Kajakfahrer kennen und fand dort sofort mein pers. Wildwasserparadies vor.
    Damals befuhren wir mit den alten Ötztalern die Gurgler Ache und weitere faszinierende Abschnitte der Ötz. Im Laufe der Zeit habe ich sämtliche Teilstrecken der Ötz befahren einschließlich der Achstürze (Nov.2006/2007).Weiterhin fahre ich gerne die verschiedenste Teilstrecken der Ötz wie z.B. Obere Ötz/ Untere Venter im Sommer sowie Heiligkreuzklamm der Venter Ache (Sept.2020) oder auch die Wellerbrücke seit über 30 Jahren bei herbstlichen Wasserständen.
    Für Kajakfahrer ist die Ötz deswegen interessant, weil sie fast zu jeder Jahreszeit in jedem Schwierigkeitsbereich befahrbare Strecken hat, z.T. in einer atemberaubenden Natur was sie auch wiederum einzigartig macht.
    Später mit Familie und meinen damals noch kleinen beiden Söhnen lernten wir die wunderschönen Seitentäler und Hütten des Ötztales kennen, entdeckten mit dem Mountainbike tolle Trails, waren in den Klettersteigen und später in den Klettergärten oder auch im Winter auf Skitour (wie z.B. im jetzt aktuell verbauten Längental) unterwegs
    und landeten letztendlich mit den nun erwachsenen Söhnen wieder beim Bootfahren im Wildwasser der Ötz.
    Auch meine Söhne schätzen und lieben nun das Ötztal, klettern und radeln natürlich mittlerweile auf einem wesentlich höherem Niveau wie ich, und lieben die hochwasserführende Ötz im Sommer. Trotzdem meiden sie den Massenbetrieb, den man z.B. in Sölden oder der Area 47 gerade vorfindet, und gehen stattdessen lieber zum Bouldern an die Achstürze oder auf die Wellerbrücke
    zum Paddeln. Auch meine Frau und ich schätzen eher die Natur und radeln mal z.B. gerne zur Kleblealm und gehen dann weiter
    zum wunderschönen Laubkarsee. Das Ötztal ist in so vielen Facetten einzigartig und wunderschön und nun, mit dem Kraftwerksbau gerade passiert der erste große Schritt, diese Paradies zu zerstören.
    Der weitere Ausbau würde den wilden Flair und Charakter des Ötztales mit der noch kraftvoll fließenden Ötz komplett zerstören! Warum lassen sich die echten Ötztaler das gefallen, sie haben doch schonmal so erfolgreich dagegen gekämpft?
    Aus meiner Sicht könnte ich nun sagen, ich habe nun seit fast 40 Jahren unzählige wunderschöne Wochen und Wochenende
    verbracht, scheiß der Hund drauf, egal!
    Aber für die kommenden Generationen wäre das alles unwiederbringlich verloren, für die tuts mir leid.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Kinder (jetzt um die 20J.)noch weiter ins Ötztal fahren, wenn sie dort nur noch eine sabbernde Flussleiche und das Ötztal als großen Funpark vorfinden.
    Dies waren nur meine eigenen persönlichen Gründe gegen den Kraftwerksbau.
    Ich gehe davon aus, dass die wirtschaftlichen und ökologischen Gründe dagegen ohnehin bekannt sind.

    Mit hoffnungsvollen Grüßen,
    Markus Vögele

  5. Jähnichen Gerd
    | Antworten

    Es ist ein Wahnsinn, für so „wenig“ gewonnene Energie,
    so viel Natur und Lebensraum unwiderruflich zu zerstören.
    Man sollte bestehende Kraftwerke modernisieren und somit effektiver machen
    (aber daran verdient man sich wahrscheinlich keine goldene Nase).…
    und wenn die dann vorhandene Energie immer noch nicht ausreicht,
    kann man mit guten Begründungen gerne über den bau eines neuen Kraftwerks diskutieren.
    Und zudem stimmt es mich Traurig wenn die Ötz nicht mehr mit dem Kajak befahrbar wäre!!

  6. Rico Meyer
    | Antworten

    Sehr geehrte Damen und Herren

    Ich spreche nun für mich und meinen gesamten Kayakverein, also für rund 250 Personen (WVZ-www.paddeln.ch). Die Ötz ist der grösste frei fliessende Gletscherfluss Österreichs und somit eine echte Einzigartigkeit! Wir in der Schweiz zum Beispiel haben keinen vergleichbaren freiefliessenden Gletscherfluss mehr. Nicht nur das Voranschreiten der Bauten an den Achestürzen macht uns Sorgen, insbesondere die weiteren geplanten Vorhaben, konkret die umfangreichen Wasserableitungen auf den Zuflüssen der Ötz, wirken höchst alarmierend.

    Die Ötztaler Ache ist für uns Kayakfahrer ein Traum. Sie bietet zwischen März und November gute Wasserstände und verschiedenste Abschnitte aller Schwierigkeitsgrade. Somit ist sie ein sehr beliebtes Ziel für Paddelurlaube und -wochenenden bei uns. Falls die geplanten Ableitungen alle gebaut werden, wird die Ötz für uns Paddler unattraktiv. Damit fallen haufenweise Einnahmen von Campingplätzen, Restaurants, Bäckereien, Bars und Lebensmittelgeschäften weg. Dabei ist zu beachten, dass wir vorallem in der Nebensaison im Tal anzutreffen sind (April-Juni, August-Oktober), somit sind diese Einnahmen wertvoll, da das Tal in diesen Jahreszeiten ansonsten unterdurchschnittlich besucht ist.

    Abgesehen von den finanziellen Aspekten sind diese Vorhaben (inklusive Kraftwerk Achestürze) umwelttechnisch höchst bedenklich. Insbesondere die Achestürze sind ökologisch einzigartig. Ihnen jetzt das Wasser zu entziehen wirkt wie ein Todesstoss. Die Energiepolitik des Lands Tirol ist für uns unverständlich, es ist doch mittlerweile ziemlich klar, dass Staudämme und andere Wasserfassungen stets eine Bedrohung für ein intaktes Ökosystem darstellen und will man dieses an der Ötz wirklich gefährden?

    Ich persönlich paddle am liebsten die Wellerbrückenstrecke. Wenn der Staudamm in Tumpen fertig ist, wird diese Strecke deutlich unattraktiver für mich, da ich auf dem Wasser jederzeit Angst vor sich extrem verändernden Pegeln haben muss. Dies wäre tatsächlich ziemlich gefährlich und extrem schade, denn die Wellerbrücke bietet im jetzigen Zustand noch sehr genau vorhersagbare Wasserstände und Wildwasser der Extraklasse.

    Aus all diesen Gründen sind wir höchst empört darüber, wie nun dieser Bau vonstatten ging. Auch dass bewusst nur ganz knapp die Kapazitätsgrenze eines Kleinkraftwerks unterschritten wurde, um einer umfangreicheren Umweltverträglichkeitsprüfung zu entgehen zeigt, dass die TIWAG höchst zweifelhaft vorgeht. Deshalb fragen wir uns warum dies einfach so gedulded wird und der Bau nach solch starkem Gegenwind immernoch ungehindert voranschreiten kann.

  7. Matthias Breuel
    | Antworten

    Die Ötz ist auf der Alpennordseite einmalig. Nirgendwo sonst gibt es noch einen Gletscherfluss mit so vielen unterschiedlichen Etappen, der frei fließen darf. Gerade in Zeiten, in denen sonst Wassermangel herrscht, ist das Ötztal ein perfektes Ziel. Gerade auch in Kombination mit Wanderungen, Klettersteigen oder Mountainbiken. Wenn die Paddelmöglichkeiten durch Kraftwerke und Ableitungen eingeschränkt werden, fällt für mich aber der Hauptgrund weg, ins Tal zu kommen. Der beste Sport der Welt: Wildwasserpaddeln 🙂 Jede Strecke im Tal ist etwas Besonderes. Egal ob lockerer Wuchtwassergenuss am Unterlauf oder die Katarakte der Wellerbrücke. Das neue Kraftwerk und die weiteren Ausbaupläne lehne ich strikt ab. Nicht nur weil ich Paddler bin, sondern weil die Ötz im Alpenraum herausragend ist und das ganze Tal prägt. Nicht aus prinzipieller Ablehnung der Wasserkraft (mit Sinn und Verstand umgesetzt, kann auch die Wasserkraft einen sinnvollen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten), sondern weil hier Wirtschaftsinteressen über allem anderen stehen. Einmalige Naturlandschaften wie die Wellerbrücke, die Achstürze und die gesamte Ötztaler Ache (mit ihren Zuflüssen) müssen für künftige Generationen erhalten bleiben. Wir brauchen wilde Natur in den Alpen, um dafür nicht auf andere Kontinente jetten zu müssen und den Planeten endgültig aus dem Gleichgewicht zu bringen. Natur und Erholungsmöglichkeiten vor der eigenen Haustür werden gerade in Zukunft unbezahlbar sein. Vor jedem neuen Kraftwerk sollten Effizienzsteigerungen bestehender Kraftwerke geprüft werden und die Nutzung u.a. der Sonnenenergie weiter forciert werden. Und um das abschließend zu betonen: Die Vorgehensweise beim Kraftwerk Tumpen-Habichen, mit einem Nacht- und Nebel-Baubeginn während des Lockdowns ist aufs Schärfte zu verurteilen! So wird der Glauben an Politik, Verwaltung, Industrie und Rechtsstaat zerstört!

  8. Herbert Rirsch
    | Antworten

    Die Ötz zählt für mich zu den schönsten Flüssen Österreichs. Das sage ich nicht nur als Kajakfahrer. Habe im Ötztal auch schon ohne Kajak Urlaub gemacht.

  9. Dominik
    | Antworten

    Die Ötztaler Ache ist einer der größten Wildwasser Hotspots in Mitteleuropa. Das Kraftwerk mindert diesen Ort für viele Touristen massiv ab. Bei diesem Kraftwerk stimmt einfach die Relation beim Kosten Nutzen Faktor nicht. Es entseht ein gewaltiger Eingriff in intakte Natur (die einzigartigen Achstürze zb), aber als Resultat habe ich nur einen kleinen Output an Energie.
    Ich hoffe, dass der Protest fruchtet. Zerstörte Ökosysteme lassen sich nicht mehr rekonstruieren und an einmal vergraulte Touristen kommt man auch nicht mehr so leicht mehr heran.

  10. Lena Kirn
    | Antworten

    Ich wäre gern dabei gewesen!!!

  11. Augustin Bruhn
    | Antworten

    Wäre gerne bei der Demo dabei gewesen aber Covid hat mich leider von der Gästeliste gestrichen…
    Es ist nahezu unmöglich mit Wildwassersport aufzuwachen und nichts von der Ötz zu hören. Sie ist unter Paddlern einer der bekanntesten Wildbäche weltweit. Wie kann es also sein dass es Menschen gibt die sich über das Interesse von so Vielen hinwegsetzen und diesen tollen Fluss mit einem Kraftwerk verbauen wollen? Das wäre doch ein fettes Minusgeschäft für Tirol wenn plötzlich keine Wildwasserpaddler mehr ins Ötztal kommen… So viel Strom kann doch garnicht produziert werden um diesen massiven Verlust wet zu machen. Würde mich sehr freuen wenn durch ausreichend öffentliche Aufmerksamkeit der Bau gestoppt und schließlich verhindert werden kann.
    Weiter so!

  12. Anne
    | Antworten

    Ich finde es nicht in Ordnung, dass auch noch die letzten frei fließenden Flüsse bedenken- und kommunikationslos verbaut werden. Wenn ein Projekt „im öffentlichen Interesse“ ist, soll meiner Meinung nach auch die Öffentlichkeit ein Mitspracherecht haben. Aber stattdessen ist der gesamte Bauprozess dieses Kraftwerksprojektes komplett intransparent.

  13. Florian Reithmeier
    | Antworten

    Einerseits im.er Werbung mit wildem Wasser und unberührter Natur machen, andererseits alles zubetonieren und anpassen was nur minimal Geld bringen könnte. Und das ohne jegliche Rücksicht auf die Natur.
    Ich könnte Kotzen bei der Doppelmoral in Österreich und fahre deswegen im Moment auch nicht hin.

  14. Anne Stevens
    | Antworten

    Ich war bei der Demo in Tumpen, weil es einfach an der Zeit ist, umzudenken und es so viele Möglichkeiten der Stromerzeugung gäbe, ohne weiterhin besinnungslos noch die letzten Flüsse in Tirol zu verbauen, auszuleiten und zu zerstören. Weil die Tiroler Energiepolitik veraltet und fehlgeleitet ist. Weil der Rest der Welt und die Wissenschaft längst erkannt hat, dass Wasserkraft nicht per se Grüne Energie ist, nicht per se klimafreundlich und vor allen Dingen nicht per se förderungswürdig und schon gar nicht alternativlos ist. Weil die Ötztaler Ache etwas ganz Besonderes ist und wert ist, sie zu schützen. Weil im Planungsprozess rechtsstaatliche und demokratische Verfahren mit Füßen getreten wurden, gesetzliche Vorgaben fast bis zum Bersten gebogen wurde und das KW Tumpen-Habichen entgegen Expertenmeinungen durch politische Weisung durchgedrückt wurde. Weil sich einige wenige bereichern, auf dem Rücken der Anwohner und aller Nutznießer der Ache.

  15. Luca Daprà
    | Antworten

    Der Bau des Wasserkraftwerks wird zum Verlust eines wichtigen Ökosystems führen. Tatsächlich ist mit einer Senkung des durchschnittlichen Flusspegels zu rechnen und damit mit dem Verschwinden Au-Ökosystemen (überflutet / trocken je nach Wasserstand, teilweise sogar tägliche Unterschiede), in denen anderswo fehlende Pionierpflanzen Platz finden.
    Als Kajakfahrer und Kajakleherer möchte ich nochmals betonen dass die Stauraumspülungen vom KW Tumpen Habichen die Wellerbrücke lebensgefährlich machen werden und deshalb ein großes Problem für die Wassersportarten darstellen werden.

    Zudem die Realisierung dieses Baus wird grünes Licht für andere Spekulationen und Projekte geben, und in kurzer Zeit wird ein großer Teil des Flusses kanalisiert werden. Ich betrachte diese KW als den ersten Schritt zur Zerstörung einer Wasserstraße und zum Verlust eines Sport- und Naturerbes.

  16. Wolfgang Bach
    | Antworten

    @ Markus Vögele, ich kann mich dem, was Du schreibst, nur anschließen. Was für tolle Wochenenden konnten wir im Ötztal verbringen, auch im Winter beim Skifahren oder auf Skitour… ich glaube, ich habe so ziemlich das ganze hintere Ötztal mit den Tourenski abgegangen. Oder im Sommer, die diversen Teilstücke von Venter Ach, Gurgler Ach oder auch auf der Ötz… wäre echt schade drum 🙁

  17. Petra Klaskova
    | Antworten

    Ich bin Raftguide in Oetztal und Padlerin auch. Ich mochte Oetztaler Ache fur die Rafters und Paddlers frei behalten. Ich war bei dem Protest dabei und ich hoffe, dass werden noch mehrere solche Aktionen. Ist immer gut, wenn sich die Leute mit gleichen Ziel treffen und dann gemeinsamm paddeln gehen. Auf erste stelle geht auch um die Natur, welche wollen wir nicht zerstoren. Problem ist, dass Civilization braucht immer mehr Energie…

  18. Vinzenz Janesch
    | Antworten

    Warum schießt man sich in das Knie, wenn man gar nicht muss?
    Abgesehen vom minimalen Energiegewinn bei Relation von input/output welcher mit dem KW lukriert werden kann, über die Sicherheitsbedenken bei Spül und Not- Flutungen mit beiläufiger Vernichtung der Flussfauna, bis hin zur absoluten Desatraktivierung des umliegenden Gebietes für Tourismus, im Speziellen für Paddler, gibt es doch sehr wenige Argumente, die für einen Bau des KW sprechen. Als ehemaliger Student der Wasserwirtschaft und Kulturtechnik, ist es mir ein Rätsel wie so Projekt immer wieder durchkommen! „hust“ Korruption mabybaby „hust“?

  19. Moritz Engel
    | Antworten

    Es ist schade das so ein schönes Stück Natur zerstört wird. Danke für das organisieren der Demo, ich wäre gerne dabei gewesen!

  20. Tine Richter
    | Antworten

    Hallo! Ich wäre gerne dabei gewesen. Den Mund aufmachen, sich für eine Sache einsetzen und Mut beweisen, das ist mir wichtig! Es wäre so schade, wenn wir es nicht schaffen, auf das Kajakfahren und auf frei fließende Flüsse aufmerksam zu machen. Danke an alle, die nach Tirol gereist sind. Ich wünsche uns allen, dass wir stark genug sind, um durchzuhalten gegen Windmühlen, gegen übermächtige Lobbyisten und gegen unsinnige Energiepolitik. Mit dem Kajaken im Ötztal verbinde ich so viele tolle Erinnerungen, es wäre einfach traurig, wenn man nur noch Geschichten von der Ötztaler Ache erzählen kann aber das Wildwasser nicht mehr selbst erleben kann. Warum haben viele Menschen eigentlich immer noch nicht verstanden, dass Raubbau an der Natur eine Sackgasse ist? Kann man wirklich abends in den Spiegel schauen und sagen: „Klasse, dass wir ein Stück Natur zerstört haben, damit jetzt ein Betonklotz dort Strom erzeugt.“ Sowas geht mir nicht in den Kopf…
    Never ever give up!

  21. Alice Schmidt-May
    | Antworten

    Ich wäre gern persönlich an der Baustelle aufgetaucht, um meine Bedenken zu demonstrieren. Was schätzen wir in unserem Leben? Was wollen wir unseren Kindern hinterlassen? Welche Verantwortung haben wir gegenüber unserem Planeten und seinen einmaligen Ökosystemen? Wenn ich mir diese Fragen stelle, komme ich nicht zu dem Schluss, dass wir die wenigen übriggebliebenen wilden Flüsse oder auch nur Flussabschnitte der Alpen so leichtfertig zerstören dürfen. Das Klima wird durch das Kraftwerk nicht gerettet, wohl aber dieser einmalige Fluss und seine Umgebung zerstört.

  22. Robert Hinterleitner
    | Antworten

    Es ist so schade, das in Österreich die Natur immer der Verlierer ist. Oft für fragwürdige kurzfristige Interessen. Gerne getarnt als notwendige energiepolitische Maßnahmen. Federführend bei all diesen Verbrechen gegen die Natur ist fast immer die ÖVP mit ihrem Steigbügelhalter den Grünen. Da werden sogar Naturschutzgesetze ausgehebelt. Unsere nachfolgenden Generationen werden solche Natur nicht mehr erleben, wenn wir nicht endlich aufstehen und sagen jetzt ist Schluss mit diesem Irrsinn.

  23. Anja
    | Antworten

    Ich wäre sehr gern dabei gewesen – das Stau-Projekt ist so sinnlos und frei fließendes Wasser so wichtig für unsere Natur! Danke an alle, die dort waren (#gewaltig!)

  24. Michael Richter
    | Antworten

    Ich bin gegen Fluss Verbauungen.
    Weil öko Strom nur wirklich öko ist wenn er mehr für die Umwelt bringt, als er zerstört (Wasserkraft zerstört meistens mehr).
    Weil ein intaktes Ökosystem im Hinblick auf die Erderwärmung unglaublich wichtig ist.
    Weil paddeln auf frei fließenden Flüssen einfach geil ist.
    Ich war leider wegen der Corona Vorgaben bei der Demo am Wochenende nicht dabei.

  25. Gerhard Pils
    | Antworten

    Verbaute Flüsse gibt es in Europa zu Hauf. Das ist heute schon die Regel. Unverbaute Flüsse werden daher immer kostbarer, wie eben alles was schön und gleichzeitig selten ist. Dass die Tiroler Landesregierung solche Kostbarkeiten, eigentlich echte touristische Highlights um die uns viele Länder schon beneiden, leichtfertig zerstört ist für den Außenstehenden (ich bin Kärntner) rational nicht nachvollziehbar. Vor allem die lokalen Tourismusbetriebe müssten alle auf die Barrikaden gehen.

  26. Julia Singer
    | Antworten

    Wenn man nicht um das kämpft was einen am Herzen liegt, dann machen andere damit was sie wollen.
    Die Natur zu schützen sehe ich als unsere Pflicht.
    Danke an alle, die sich so stark einsetzen!!!

  27. Barra Liddy
    | Antworten

    The Oeztal Ache has some of the best whitewater kayaking in the world. So many kayaker from all round the world come to Tyrol to paddle. The stay in your campsites and hostels. They buy food in your local supermarkets. They drink in your pubs and bars. They are a huge source of local income which is vital to the local economy.
    Alongside it bringing massive economic gain, it also supports a huge ecosystems, of which relies on the free-flowing nature of the river. When it floods and when it dries up. This natural flow state is what the ecosystem lives on and can survive and thrive with. Anything that tamper with this is only going to have an adverse affect.
    Ask yourself, do you want to see a river with a huge concrete wall and an ecosystem that is dead? Or do you want to see a free-flowing river in its natural state with diverse wild life and ecosystem? Which will tourists come to see?

    Save the Oeztal Ache from destruction!

  28. Chiara Hirsch
    | Antworten

    Ich war letzten Samstag im Ötztal, weil ich richtig sauer bin. Gedankenlos machen wir immer mehr Natur kaputt und zerstören auch noch die letzten funktionierenden Ökosysteme. Wir brauchen sie, sonst kommt die Erderwärmung früher als wir meinen. Wir müssen aufhören, sinnbefreit auch noch die letzten freifließenden Flüsse zu verbauen.
    If we take care of nature, nature will take care of us!

  29. Boris Jahnis
    | Antworten

    The Otz is a classic alpine river. It’s wrapped in legends. It brings thousands of people every year. And it’s like a vital artery of that valley. I personally prefer Sölden Gorge but what the hell – Wellerbrucke is a gem! And Sickline race is a world class event, one of the best of the kind. I want the Otz to stay free. Save it for the generations to come. They will thank you for that.

  30. Philipp Grandi
    | Antworten

    Ich war am Samstag dabei, weil ich diesen Fluss liebe und er mir am Herzen liegt. Ich Paddel zwar auch sehr gerne, aber das ist nicht der einzige Grund dafür dieses Stück wilde Natur zu erhalten. Es gibt auf der Welt immer weniger wilde Plätze in denen die Natur noch freien Lauf hat ohne unsere Einwirkung. Diese Plaetze sind schaetze an Biodiversität und einfach nur unglaublich schoen. Die Achstürze sind durch ihr steiles, unwegsames Gelaende so ein Ort der unberührten Natur. Diese Orte sollten uns heilig sein. Der Grund für die Klimakrise sind Artensterben, massive industrielle Landwirtschaft und Viehwirtschaft und gerade der Verlust wirklich wilder Natur. Wasserkraft ist keine grüne Energie Produktion. Der Schaden der angerichtet wird ist irreparabel und wahrscheinlich tiefliegender als wir überhaupt messen und errechnen koennen. Der Wert der Oetztaler Ache kann meiner Meinung nach nicht im Traum mit Geld oder Megawatt Strom berechnet werden.

  31. Vera Knook
    | Antworten

    Ich ware gerne dabei gewesen, weil die frei fliessende Flussen mich am Herz gehen. The Otztaler Ache, being a unique piece of whitewater in a country, or even in world, where most rivers are controlled to a stage that ecosystems lost their diversity and even people have a hard time finding places to be overwhelmed by the power of nature. While sitting at the Achsturze, it is very hard for me to understand that the initiator of this dam has the privilege to look over this river every day, and still feels that destroying this place is justified for green energy, that is ’needed‘ for the excessive amounts of luxary that is ‚expected‘ by tourists. If we continue like this, the only thing left to do in the Ötzvalley, is take a sauna and ski white, artificial slopes between dry peaks, as the world can be engineered very far. But I truly believe these projects are many steps too far. With every step, every ‚green energy solution‘ taken in the direction of providing more energy, we’re engineering a world that is no longer enjoyable. I hope we can start seeing rivers for their true value. Keep the Ötztaler Ache free-flowing!

  32. Arndt Becker
    | Antworten

    Die Ötz ist einer der letzten unverbauten Flüsse in Europa und ist nicht ohne Grund ein Hotspot für viele Kajaker weltweit. Es ist eine Schande das so ein Juwel verbaut werden soll.

    Aufgrund der deutschen Reisewarnung konnte ich leider nicht an dem Protest teilnehmen.

    Arndt Becker aus Piding (Bayern)

  33. Matthias Uphues
    | Antworten

    Wegen der kritischen Corona Situation und dem schlechten Wetter mit folgendem, für mich nicht mehr paddelbarem Hochwasser habe ich mir die 500+ Autokilometer an einem normalen Wochenende gespart.
    Ich denke auf der einen Seite werden Millionen von Euro für Weltmeisterschafts-Sportanlagen ausgegeben. Im Ötztal werden sie zerstört.
    Wir werden für die Mobilität in Zukunft mehr Strom brauchen, egal ob Elektroauto oder zur Wasserstoffproduktion. Aber ohne vorher die Hausdächer effizient mit Photovoltaikanlagen genutzt zu haben, sollte man die letzten frei fliessenden Flussstrecken nicht opfern. Korruption, Finanzskandäle und Börsencrashs kann man anders finanzieren!
    Anfang September bin ich mit der Kajakschule S2S den gesamten Tiroler Inn von der Schweizer Landesgrenze bis nach Innsbruck gepaddelt.
    Als Fischer bietet sich einem dort ein zuweilen trauriger Anblick weil nahezu sämtliche einmündenden Nebenbäche im Mündungsbereich verbaut sind, oder gar mit einem Abfall einmünden. Funktionierende Fischlaichplätze leider Fehlanzeige.
    Jetzt soll auch noch der letzte größere fischpassierbare Nebenfluss mit Kraftwerksschwall versehen werden. Für die Äschenbrut eine Katastrophe!
    Wann erfüllt das Bundesland Tirol die Europäische Wasserrahmenrichttlinie und bringt die Flüsse in einem guten Ökologischen Zustand?!!! Besser wäre es das nicht fischpassierbare und für Kajakfahrer gefährliche Brunauer Wehr umzubauen. Z.b. mit einer fischfreundlichen Archimedischen Schraubenturbine, Fischpass sowie Paddelbootsrutsche und das Wasser bleibt im Bach.

  34. Reinhold Steidl
    | Antworten

    Die Wellerbrückenstrecke ist nicht nur für Wanderer ein fast einzigartiges Naturschauspiel. Im Glücksfall sieht man waghalsige Aktionen von Kajaksportler, die sich gegen die wilden Wassermassen stellen und diese hochkarätige Strecke meistern. Weiters ist auch an die gesamten Ötztaler und die Anrainer in Tumpen zu denken, die in einem Hochwasserkatastrophenfall als Nadelöhr (Der Fluchtweg ist dann evtl.gesperrt?)….voll betroffen sind. Ich bin selber Kajakfahrer. Ich befuhr ausser den gesamten schönen Standardstrecken auf der Ötz und Venter, aber nur Teile der schwierigen Wellerbrückenstrecke. Die schwierigen Abschnitte dieser Flüsse wurden bei einem niederen Herbstwasserstand befahren. Die Wellerbrückenstrecke und die Achstürze ist Jenen, sehr guten internationalen Fahrer vorbehalten, die hier noch eine der letzten Spielwiesen in Europa vorfinden. Diese schützenswerte Strecken bietet einen
    natürlichen Parkour, der nach einem Kraftwerkseinbau, nicht mehr befahrbar sein wird. Die unberechenbare Schwallbildung unter dem Kraftwerk Tumpen bildet einen grosse Gefahr, speziell für die grosse Masse die unterhalb in Ötz auf einer schönen Standardstrecke zu ihrer Raft- der Kajakfahrt einsetzen will.

  35. Petra Münzel-Kaiser
    | Antworten

    Ich war dabei, weil mit der Ötztaler Ache ein weiterer Flussabschnitt stranguliert werden soll: Das bedeutet einen massiven Eingriff in die gesamte Ökologie des Tales (wie war das mit der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie?) – und auch in seinen Reiz als Urlaubsziel für Paddler und viele andere Touristen. Liebe Ötztaler, wollt ihr euch wirklich den Ast absägen lassen, auf dem ihr sitzt?

  36. Stefanie Kuen
    | Antworten

    Ich wäre sehr gerne dabei gewesen, konnte aber wegen der Corona Maßnahmen nicht teilnehmen. Es gibt so viele Gründe sich gegen dieses Projekt auszusprechen. Dieses Kraftwerk zerstört einen einzigartigen und sehr schützenswerten Bereich der Ötztaler Ache. Es ist weder wirtschaftlich sinnvoll noch handelt es sich hier um sogenannte grüne Energie. Die Anliegen der Anwohner werden völlig ignoriert und jahrelanger Protest missachtet. Seit zehn Jahren wehren wir uns gegen dieses Projekt und werden es auch weiterhin tun!

  37. Marc
    | Antworten

    Erstens ist sovieles falsch an dem Verfahren zur Genehmigung dieses Kraftwerks.
    Zweitens möchte ich kommenden Generationen nicht erklären warum es nötig war genau diesen einzigartigen Fluss zu verbauen, da käme ich mir blöd vor.
    Drittens wird es für Kajaker lebensgefährlich und damit wird das Ötztal für mich als Paddeldestination unattraktiv.
    Ich hoffe auf ein Wunder.

  38. Ben Collings
    | Antworten

    The Otz has drawn myself and many friends to that part of Austria. It is a beautiful river that must remain free flowing for the benefit of the environment and the community it supports.

  39. Jake Deakin
    | Antworten

    Only been to the oetz Valley once before but what an awesome place and river! Amazing fun and great scenery too. The environmental impact a dam would have on this area is soul destroying. It would be a massive shame to throw all of this away.

  40. Beier; Jochen
    | Antworten

    Lange bevor mich die erdgeschichtlich im Zusammenhang stehende Genese von Piburger See und Acherstürzen interessierte, lernte ich diese im Jahr 1971 als damals 8-jähriger Junge kennen. Mit meinem Eltern und dem Bruder verbrachten wir unseren allersten Gebirgsurlaub in Ötz. Die Acherstürze lagen -fußläufig erreichbar- nicht weit von unserer Person entfernt. Ich war fasziniert von den naturgewaltig schäumenden, schießenden und stürzenden Wassermassen, wohl eine Initialzündung dafür, dass ich die meisten Wasserkraft- und Skistauteichprojekte in den Alpen ablehne, sie als „Frevel“ betrachte und es mir immer wieder in der Seele schmerzt, überall trockene Täler oder Talabschnitte und hässliche Staumauern zu sehen. Später lernte ich, dass tektonische Vorgänge, eiszeitliche Gletscherarbeit, vor allem aber postglaziale Einschneidung und Aufschüttung durch fließendes Wasser unsere heutigen bewohnten Täler schufen. Da mutet es schon grotesk an, dass der Mensch das Wasser aus den Tälern abzieht.
    Als Kind spielte ich auch leidenschaftlich gern an Bächen, auch am Neederbach bei Kühtai. Ich kenne Kühtai noch sehr viel schöner ohne seine Stauseen, das Sellraintal ohne Wasserfassungen und bin entsetzt über die Genehmigung eines dritten Stausees im Längental. Ich kenne auch Fischbach, Winnebach und die nicht minder wertvollen zum Stubaital abfließenden Bäche, die den neuen Stausee nun füllen sollen und kann es kaum fassen, dass diese prägenden Leitelemente alpiner Landschaft nun wohl bald für immer von der Erdoberfläche verschwinden werden…

  41. Jusch
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    Warum baut ihr nicht einfach auf einem Berg ein Windkraftwerk.
    Wenn wir in der Zukunft dann doch mal andere Möglichkeiten entwickeln ökologischen Strom herzustellen, oder durch Unvorhergesehenes (Covid zeigt uns das….) weniger verbrauchen, dann schrauben wir das einfach wieder ab.
    …. und haben keinen Flusslauf unwiederbringlich zerstört.

  42. Bety Brabcová
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    Myself, my family and a large number of my friends fell in love with the Ötztal valley for its wonderful pure nature, great sport opportunities and peace and quiet. With every visit we admired how the locals and local government take care of this beautiful piece of nature they are so lucky to call home. Even because of this it is astonishing for us that anyone could allow or stand quiet when the blue white water heart of the whole valley is about to be silenced forever the controvesial construction of the TUMPEN-HABICHEN POWER PLANT.

    I took part as an athlete in the white water kayaking world championship Adidas Sickline in the past decade. This event will have been one of the top events in this sports field for many years to come. We still do return to the valley several times a year and enjoy greatly the hospitality of the locals and a great tourist offer of all the natural, sport and cultural possibilities. As a tourism worker myself, I truly admire the Ötztal tourist organization and great system of services it has prepared to incoming lovers of the valley as well. Once the miracle of the Wellerbrücke section is irreversibly regulated, there will not be much reason for thousands of people to come every year once the Coronavirus restrictions are lifted. Even the non-kayakers can feel the might and great power of the Wellerbrücke. In these times, every untouched piece of nature should be preserved by all means and not further industrialized by not truly necessary dams.

  43. Martina
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    Ich war im Zusammenhang mit der Sickline WM mehrfach an der Ötz um für soulboater Fotos zu machen und zu berichten. Es hat mich sehr beeindruckt, wie die Mädels und Jungs die Wellerbrücke auf Zeit gefahren sind, eine Strecke, die ich mich selbst nicht zu paddeln trauen würde. Dass es diese Strecke und solche Events nicht mehr geben soll, die so viele Nationalitäten zusammengebracht hat, kann und will ich mir gar nicht vorstellen. Aber auch für alle anderen Paddler, die die Ötz schätzen und die durch ihre Anwesenheit den lokalen Tourismus unterstützen, wäre das Vorhaben eine sehr traurige Sache.

  44. Stefan Ben Hassen
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    Einfach nur grauenvoll wie durch Geldgierigen Kapitalismus die Welt und in diesem Fall ein Teil von Tirol zerstört wird, Natur die stirbt, für ein bisschen Strom. Seit ihr wirklich so gewissenlose Menschen da oben? Wart ihr mal Kinder, waren das Eure Träume von ner Welt in der mal leben, aufwachsen soll. Irgend wann werden alle merken das man Geld nicht essen kann. Schande über Euch. Nicht mal an Gesetze hält man sich. Die im Anzug die unsre Welt zerstören. Ihr begeht Straftaten an Euch und allen anderen zugleich.

  45. Dominik Weiler
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    Ich hatte mir das Wochenende Anfang Oktober bereits fest im Kalender markiert und die Anreise mit meinen Paddelfreunden organisiert. Dann kam uns leider Corona und die damit verbundenen Reiserestriktionen in die Quere. Wie auch von offiziellen Stellen festgehalten wurde, handelt es sich bei der Ötztaler Ache um ein besonders schützenswertes Stück Natur mitten in einer der verbautesten Alpenregionen überhaupt. Bei dem Zulassungsverfahren wurde mit gezinkten Karten gespielt und gewisse gesetzliche Regelungen bewusst hintergangen, damit das Kraftwerk als „Kleinkraftwerk“ unter seiner eigentlichen Kapazität läuft und somit der Genehmigungsprozess vereinfacht wird. Das ist nicht nur sehr traurig für alle Kajakfahrer und Naturschützer, sondern auch ein herber Schlag gegen das demokratische Grundverständnis und absolut kein faires Geschäftsverhalten. Davon abgesehen werden auch die Anwohner einem erhöhten Risiko ausgesetzt, beispielsweise durch zukünftige Hochwassersituationen und Murenabgänge. Ein Kraftwerk direkt in einem bekannten Murengebiet zu bauen grenzt fast schon an mutwillige Zerstörung.
    Ich persönlich mag zum paddeln besonders die Köfelser Strecke sowie den unteren Abschnitt der Ötztaler Ache. Die Wellerbrücke hat für mich aber eine fast schon magische Anziehungskraft und Faszination, und steht auf der „hoffentlich eines Tages…“ Liste. Damit bleibt für mich vor allem zu hoffen, dass sie auch in Zukunft noch frei und unverbaut fließen kann.

  46. Martin
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    Das und viele andere Projekte die hier in Tirol gerade anlaufen sind einfach widersprüchlich nicht nur in Hinsicht auf Nutzen-Leistung, sondern auch in Bezug auf Ziele und Richtlinien die von der EU vorgegeben werden. Was wir hier erleben ist nicht nur ein Schritt in die falsche Richtung, sondern das sind zwei Schritte zurück. Zurück in eine Zeit wo Auswirkungen auf Artenvielfalt und Biodiversität vielleicht nicht bekannt waren. Mit dem heutigen Wissensstand dennoch weiter Flüsse zu verbauen zeugt von Gier und dem Hang zum Zerstören.

  47. Peter Feldhammer
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    Nicht nur die Umweltschützer laufen Sturm gegen diese Betonmonster… Bereits 2005 haben hunderte Paddler im Ötztal für den Erhalt der letzten natürlichen Flüsse protestiert. Das Ötztal ist bei uns Wildwassersportlern ein überaus beliebtes Urlaubsziel – beinahe zu jeder Jahreszeit.

    Diese herrlichen Bäche in Betonsärge zu verdammen – NEIN!
    Nicht um die perspektivenlose Profitgier einer Tiroler Aktiengesellschaft zu opfern.

    Warum agieren die Tiroler Entscheider noch immer so wie ihre Urgroßväter vor 80 Jahren und ersinnen derartige Projekte? 80% der Flüsse wurden bereits der Energiewirtschaft geopfert. Wann ist Schluss? Bei 99 Prozent?

    Erst wenn der letzte natürliche Fluss ausgeleitet oder verdammt ist, werden unsere Landschaftsbetonierer umdenken.
    Und dann vielleicht nach innovativeren Lösungen suchen, als Millionen Tonnen von Beton in die schönsten Gebirgstäler zu kippen.

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