Demo in Sölden am 02. Oktober 2022

Demo in Sölden am 02. Oktober 2022

eingetragen in: Demo, Ötztal, Startseite | 4

Am Sonntag, 02. Oktober 2022 demonstrieren wir in Sölden! Gemeinsam mit Bäuerinnen und Bauern, Menschen aus dem Ötztal und aus dem Kaunertal, Bürgerinitiativen, Kajakfahrer*innen und Rafter*innen, Umwelt- und Naturschutzorganisationen und allen, denen das Thema wichtig ist.

Gegen den Ausbau Kraftwerk Kaunertal & gegen Wasserausleitungen aus dem Ötztal.
Für den Schutz der Ötztaler Ache & für eine echte Energiewende!

Beginn: 11:00 Uhr am Sonntag, 02. Oktober 2022
Treffpunkt: Parkplatz Postplatz, Dorfstrasse 76, 6450 Sölden.
Bushaltestelle: Sölden Postamt.

Die Parkplätze in Sölden sind begrenzt und wir möchten das Tal nicht mit einer Autolawine belasten. Bitte nutzt unsere Shuttles! Mitfahrgelegenheiten ab Innsbruck: Bitte meldet euch an! Unter info@wet-tirol.at

Shuttle ab Ötztal Bahnhof: 10:10Uhr (wir warten auf den Railjet)
Shuttle ab Oetz Parkplatz Acherkoglbahn: 10:25Uhr
Abfahrt Retour Sölden Parkplatz Postplatz: 13:20Uhr
Bitte um Anmeldung per E-Mail an info@wet-tirol.at, danke!

Bitte helft uns diese Ankündigung zu verbreiten! Einen Flyer mit allen Infos zum Posten, Veröffentlichen oder Ausdrucken findet ihr hier.

Kajakfahrerinnen und Kajakfahrer:

Wer mit uns zusammen im Kajak protestieren mag, kommt bitte mit Ausrüstung um 11:00 Uhr zum Treffpunkt Parkplatz Postplatz. Dort sagen wir euch, wie’s weiter geht. Ihr könnt euch ein Shuttle Auto am Ausstieg Obere Ötz stehen lassen und einfach direkt im Anschluss paddeln gehen, ohne noch einmal aus dem Boot auszusteigen.

Falls ihr mit dem Thema nicht vertraut seid:

Die TIWAG plant das Kraftwerk Kaunertal massiv zu erweitern. Dafür soll 80% des Ötztaler Wassers aus dem Tal geleitet werden, ein 120 m hoher Staudamm errichtet und das Platzertal inkl. 6 ha Moorfläche geflutet werden. Die geplante Kraftwerkskette wird sich über die ganzen Ötztaler Alpen, den Inn entlang bis Haiming erstrecken, das gesamte Ötztal entwässern und einen horrenden Biodiversitätsverlust und Bodenverbrauch in Kauf nehmen. Der geplante Ausbau ist ein Megaprojekt, das veraltet, nicht nachhaltig und angesichts der Biodiversitäts- und der Klimakrise längst nicht mehr zeitgemäß ist. Die Wasserkraft in Tirol steht kurz vor dem Totalausbau – wir brauchen neue Strategien, um der Energiekrise und der Klimakrise zu begegnen. Wir fordern von der Tiroler Regierung einen Stopp der Ausbaupläne und eine echte Energiewende. Mehr dazu in der Kaunertal Erklärung 2022.

4 Antworten

  1. Doris
    | Antworten

    shuttle zeiten ab ötztal bhf?
    lg

    • Marieke
      | Antworten

      Liebe Doris,

      das Shuttle ab Ötztal Bahnhof fährt um 10:00Uhr, Retour von Sölden nach der Demo startet 13:20Uhr.

      Lieben Gruß! Marieke

      Update: das Shuttle ab Ötztal Bahnhof fährt um 10:10Uhr (wartet auf den Railjet).

  2. Gasser Peter
    | Antworten

    Kann mir bitte jemand erklären was eine echte Energiewende ist???
    Gibt es auch noch eine unechte???

    • Marieke
      | Antworten

      Lieber Peter,

      das, was die TIWAG uns als Energiewende verkaufen möchte, betrachten wir als „unecht“. Die TIWAG behauptet zum Beispiel, der Ausbau des Kraftwerks Kaunertal sei notwendig für die Energiewende. Dabei soll hier das Wasser der Venter und Gurgler Ache genutzt werden. Dieses würde nur im Sommer den Gepatsch Speicher auffüllen, und also der Funktion als Jahresspeicher gar nicht helfen, sondern nur im Sommer mehr Strom und damit Profit generieren. Davon hat Tirol schon genug. Hinzu kommt, dass der Ausbau erst im Jahr 2040 in Betrieb genommen werden soll, in 20 Jahren. In 20 Jahren sind erstens die Gletscher des hinteren Ötztals quasi verschwunden und liefern gar nicht mehr diese Mengen an Wasser. Und zweitens wurde bis dahin viel Zeit und Geld verbraucht, dass wir jetzt sofort sinnvoller einsetzen könnten. Um Energiesparmaßnahmen umzusetzen und um Photovoltaikanlagen auf bereits verbauten Flächen aufzustellen.
      Und vielleicht erinnerst du dich noch an die Argumente der TIWAG, als es darum ging, ob das Kraftwerk Sellrain-Silz ausgebaut werden sollte: „Energiesicherheit für die Tirolerinnen und Tiroler“, in Wirklichkeit ist das Kraftwerk überhaupt gar nicht an das Tiroler Netz angeschlossen, die Leitung geht direkt nach Deutschland. Und natürlich wird auch dort Strom benötigt, aber die Argumentation ist nicht ehrlich.
      WET möchte eine Energiewende, die schnell voran getrieben wird, die einen Fokus auf Energieeinsparung legt und bei der die Ökosysteme geschützt werden, auf die wir Menschen angewiesen sind. Du hast Recht, dass das alles unter „echt“ sehr kurz zusammengefasst ist.

      Lieben Gruß, Marieke

Bitte hinterlasse eine Antwort